Die Katze als Rechtsmittel

Liebe Freunde politisch inkorrekter Haustiere,
nach langer Durststrecke kann ich nun wieder einen Alltagsfund präsentieren. Dieses Mal stammt er nicht aus der Landes- und Bundeshauptstadt, sondern wurde entdeckt im Urlaub am Land und:

Er ist weder menschlich (er/sie hätte schon eine Klage am Hals) noch leblos (es wäre schon in einem Reliquienschrein restaurativ-naiver Führungskomplektiker verschwunden). Überdies lässt mich diese, ja, Erscheinung will ich es nennen, am Konzept der Zufälligkeit in der Natur zweifeln. Besser gefällt mir da die Vorstellung von Launen derselben und noch besser die, dass eine schelmische Schöpferkraft hinter den Dingen existiere, die sich dann und wann nicht zurückhalten kann, losprustet in einem Anfall kreationistischen Vulgarismus’ und etwas hervorbringt, das – was soll ich sagen? – staunen macht, uns aber vielleicht mahnen soll.
The Austrian Kittler
Abb. 1: Oberösterreichisches Führer-look-alike („Kittler“), kommunistisches Grußerzeugnis, tierischer Platzhalter für Terrorgeschichte: Die Katze als moderner Höllenhund.

Abbildung 1 erweckt den Eindruck, als versuchten nicht nur politische Rabauken geschichtlichen Figuren nachzueifern, nein, auch die Fauna glaube, damit Sympathie zu heischen. Doch weit gefehlt. Es ist eher so, dass wir in Stubentigerform aufmerksam gemacht werden sollen auf Missstände – in der Literatur, im China-Shop oder aber in Nachbars Hof.

Guten Abend!

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