Heute wird Haut gezeigt oder: Die Phallus-Mandarine von Schönbrunn

Liebe Freunde der Handarbeit,

wer glaubt, der Origami-Kranich sei zeitlos, irrt. Eine neue Form der Fingerfreizeit schwappt nach Europa. Falten war gestern, heute wird geschält. Ja, richtig gehört: geschält. Bei dieser schlicht Peeling genannten Street Art-Variante werden Früchte derart von Ihrer Hülle befreit, dass dieser in Gänze, aber neuer Form ein zweiter Frühling als künstlerisches Medium an öffentlichen Plätzen blüht. Zu abstrakt? Hiernach findet sich ein recht griffiges Exempel zur Veranschaulichung – viel Spaß mit dieser anderen Art von Asiatika*!

Wie könnte der Titel dieses opus parvus lauten? „Do you speak Mandarin?“

Die Penis-Mandarine von Schönbrunn
Ein Schelm, wer sich beim Schauen dieser Schale schämt.

*(Indiz dafür, dass diese neue Kunstform ebenfalls aus Asien stammen könnte, ist übrigens der Fundort des Objekts, nämlich die U4-Station „Schönbrunn“. Sie dient auch außerhalb der Saison v.a. den brusthohen Freunden aus dem Land des Lächelns bzw. der aufgehenden Sonne als Versammlungsort, bevor zum Sturm auf die Orangerie und ihren Konzertsaal geblasen wird. Da thematisch eine runde Sache und weil das „Winterobst“ im Ledermantel geradezu einlädt, Hand anzulegen, konnte wohl einE Peeling-AkrobatIn die Wartezeit nicht ungenutzt lassen und hinterließ dies zukunftsweisende, wenn auch noch von der Ungeschliffenheit der jungen Disziplin gezeichnete Artefakt.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.