Chirurgen-Schmäh oder: Die wahre Bedeutung von „All of me“

Liebe Freunde morbider Unterhaltung,

waren die (versuchten) Belustigungen, die ich in der Vergangenheit über dieses Medium verbreitete zuweilen dunkelgrau, so wird es heute tiefschwarz. Dies sei als Warnung vorausgeschickt. Wessen Pietätsauffassung also nicht Wiener Maßstäben entspricht, der höre JETZT auf zu lesen!

Für den ruchlosen Rest (ich bin geneigt zu sagen „für Eingeweide“) hier ein komödiantisches Filetstück, das hoffentlich keinem an die Nieren geht:

Einen meiner Trompetenschüler, seines Zeichens Aufschneider an einem Wiener Spital, fragte ich nach seiner Schicht, ob denn im OP, wie ich es aus einschlägigen Fernsehserien kenne, Musik gehört werde und wenn ja, welche: Klassik oder Rock? Vivaldi oder Velvet Underground? Mich schon in den niedersten (oder höchsten) Sphären des Makabren wähnend, fantasierte ich von einer invasiven Maßnahme am offenen Herzen begleitet von „Stairway to Heaven“. Oder je nach dem wer da am Tisch liegt doch eher vor der Klangkulisse von „Highway to Hell“. All das wurde aber getoppt von der Wirklichkeit, die jenseits selbst meiner Vorstellungskraft liegt. „Na ja“, plauderte der Medicus da aus dem Nähkästchen, „manche hör’n scho Musik. Ich persönlich steh‘ ja mehr auf Jazz. Als ich neulich einem Organe entnommen habe, kam mir ein Klassiker in den Sinn: All of me, why not take all of me… Des wor scho lustig.“

Dem einen hüpft da das Zwerchfell, dem Ander’n schlägt’s auf den Magen. Beides sei erlaubt.

Hier noch der Song, bei dem ich wohl bis ans Ende meiner Tage nur noch an Organhandel denken muss: All of Me

Auf ein Wiedersehen bei Blunzn, Beuscherl, Jazzmusik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.