Can’t we be friends?

Das Leben als Swinger ist hart. Heute hier, morgen da. Und dazwischen nur die kurzen Nächte in Betten fremder Mädchen. So erzählen mir die Jungs zumindest. Früh raus, da der Tourbus wartet und früh raus, weil das Groupiegirl zur Arbeit muss. Oder zur Schule, wenn man Glück hatte.

So schwingt man sich von Auftritt zu Auftritt, von Stadt zu Stadt, von Frau zu Frau und hofft immer auf den Aufschwung statt den Sidestep. Nicht musikalisch, da ist man ja schon oben. Nein, privat. Die eine, die einem zum Höhenflug verhilft und die man dann auch mitnehmen will. Die, für die man alles aufgeben würde. Doch so eine entblättert sich natürlich nicht vor der Bühne. Und auch nicht dahinter.

Ich kann die Jungs verstehen. Gut, ich habe keine acht Kinder in zwölf Städten wie unser Frontmann Carlo, keine laufenden Unterhaltsverfahren am Hals wie der fürs Trommelfeuer berüchtigte Schlag-Zeuger und auch keine erwachsenen Enkel, die um einen Zuschuss für das Kommunionessen ihrer eigenen Kinder betteln – wie unser Swinger-Greis am Stage-Piano.

Aber dennoch kenne ich das Problem der Rastlosigkeit, das Gefühl des Nicht-Angekommenseins. Und dann trifft man die Frau, auf die man Jahre scheinbar zurecht gewartet hat (I thought I’d found the girl of my dreams) und ist happy wie seit der ersten Liebe, der Kindergartentante (oder war es doch der Herr Pfarrer?) nicht mehr, glaubt fest, es kann dieses Mal nicht schief gehen (I thought for once it couldn’t go wrong), denkt, mit der teile ich alles (I thought I’d found a girl I could trust). Und dann?

So it seems, this is how the story ends:
I’ll let her turn me down and say,
„Can’t we be friends?“

Will sie nur Freundschaft.

Hier die ganze Tragödie in Liedform:

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